Wissen erzeugt keine Fertigkeit. Wissen plus 10000 Wiederholungen erzeugt Fertigkeit!

Gerade die Fitnessbranche ist förmlich in dem Wahn gefangen, immer neue Trends zu erschaffen bzw. dem neuesten Trend hinterherzulaufen. Auch wir als Trainer sind nicht davor gefeit auf diesen Zug aufzuspringen, da ein neuer Trend von außen betrachtet immer auch den Anschein erweckt, dass man eben „Up to date“ ist. Derjenige, der schließlich auf dem augenscheinlich neuesten Stand ist, scheint von Kundenseite her schließlich derjenige zu sein, der auch die besten, schnellsten und effizientesten Lösungen parat hat. Ziemlich beliebt ist in diesem Zusammenhang, dass der Trainer in jeder Trainingseinheit versucht, dem Kunden möglichst viele neue Inhalte zu vermitteln, damit diesem ja nur nicht langweilig wird.

Was man dadurch aber leicht übersieht ist, was der Kunde wirklich von uns möchte, nämlich: Das nachhaltige Erreichen seiner Ziele! Was heißt das konkret? Die meisten Klienten kommen zu uns und sind nicht in der Lage das Training zu absolvieren, das sie absolvieren müssten, um ihre Leistung zu verbessern, ihr Gewicht zu reduzieren oder ihre Einschränkungen zu beheben. Um einen nachhaltigen Erfolg zu gewährleisten, müssen wir demzufolge den Klienten auf ein neues Fundament stellen. UND DAS BENÖTIGT ZEIT und AUSREICHENDE WIEDERHOLUNGEN.

Durch die Hirnforschung ist eigentlich schon länger bekannt, dass man mindestens 10000 Wiederholungen der gleichen Bewegung bzw. des gleichen Bewegungsmusters benötigt, um eben neue, vorteilhaftere bzw. funktionellere Muster zu setzen. Nur durch eine ausreichende korrekte Wiederholungszahl kommt es zur Myelinisierung neuer Pfade im Gehirn, durch die der Klient schließlich in der Lage ist, Bewegungen automatisch auszuführen, da sie im Unterbewusstsein ablaufen. Ist die korrekte Bewegung schließlich im Unterbewusstsein verankert, so gilt es als sicher, dass ein suboptimales Bewegungsmuster in ein optimales Bewegungsmuster überführt wurde. Damit man trotz alledem relativ schnell auf die Erfolgsspur kommt, sollte man beim Umändern so verfahren, dass man zuallererst das anstrengendste und funktionellste Muster trainiert, welches der Klient sauber ausführen kann. Im zweiten Schritt sollte man sich dann darauf konzentrieren, den Schwachpunkt in der kinetischen Kette ausfindig zu machen, um diesen Schwachpunkt anschließend zu verbessern.

Lässt man all dies ein wenig sacken, wird sehr schnell klar, dass eine nachhaltige Änderung nicht über Nacht von statten gehen kann. Zeit und das Beibehalten der gleichen Impulse spielen demnach eine wesentliche Rolle.

Die oben genannten Argumente sind schließlich auch diejenigen Argumente, die man anführen kann, wenn es darum geht, dem Kunden zu argumentieren, warum man nun bereits in der vierten Stunde in Folge die Kniebeuge übt, obwohl dieser doch so gerne endlich springen würde.

Langfristig wird sich dieser Weg auszahlen, vor allem wenn ihr dem Kunden plausibel erklären könnt, wo er ab einer gewissen Stunde stehen wird und wie nachhaltig sich diese Vorgehensweise auf sein Wohlbefinden auswirken wird.

Euer Ralph

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