Vorsicht beim Verzehr von Hülsenfrüchten!

Sojaprodukte sind mittlerweile hoch angepriesen und nicht nur unter Vegetariern und Veganer sehr beliebt. 

Nimmt man immer mal wieder Hülsenfrüchte oder Sojaprodukte zu sich, bringt das Abwechslung in die Ernährung und ist überhaupt nicht schlimm. Doch man sollte stets ein Auge auf die Menge haben, denn Hülsenfrüchte enthalten Phytinsäure und haben einen geringen Fettanteil; auf Dauer kann dies ein Nährstoffdefizit begünstigen. Phytinsäure bindet die Nährstoffe in unserer Nahrung und verhindert damit, dass der Körper diese Nährstoffe aufnehmen kann. Ab und zu aufgenommen, löst dies sicherlich kein Nährstoffdefizit aus, denn auch Nüsse enthalten Phytinsäure. Doch isst man bei den Nüssen in der Regel eine viel geringere Menge, als von den Hülsenfrüchten, die oft als Beilage dienen. 

Zudem benötigt unser Körper Fettsäuren, um die Nährstoffe aufnehmen zu können, da Hülsenfrüchte einen sehr geringen Fettgehalt aufweisen, kann der Körper die enthaltenen Nährstoffe erst recht nicht aufnehmen. 

Ein weiterer Inhaltsstoff von Hülsenfrüchten sind Lektine. Einige Menschen vertragen Lektine sehr gut, können ohne Probleme Kohlsorten und Hülsenfrüchte essen, andere bekommen rasch einen unangenehmen Blähbauch. Auch bei den Lektinen gibt es verträgliche und nicht verträgliche Lektine. Nicht verträgliche Lektine schädigen auf Dauer die Darmwand und begünstigen einen durchlässigen Darm, dessen Folgen über Verdauungsbeschwerden bis zu Autoimmunproblemen reichen. 

Fassen wir zusammen: 

In moderaten Mengen sind Hülsenfrüchte und Sojaprodukte genauso unbedenklich wie Nüsse. Werden sie in großen Mengen verzehrt, überwiegen allerdings die Nachteile der Phytinsäure und der Lektine, sodass sich sicherlich nährstoffhaltigere Lebensmittelalternativen zum hauptsächlichen Verzehr finden lassen. 

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