Tipps zum richtigen Umgang mit weiblichen Kunden Teil 3 von 3

Benutze das richtige Equipment

Gewichte sind auf durchschnittliche große Männer ausgerichtet. Für kleinere Frauen könnte dies eine große Herausforderung sein. Das richtige Equipment kann eine sehr wichtige Rolle spielen. Der Spaß am Training ist genauso wichtig wie der Erfolg, der dann sichtbar wird.

Ein weiterer Vorteil ist, dass die richtige Ausrüstung für den Kunden eine tolle Trainingseinheit ermöglicht und er einen guten Grund hat mit dir weiter zu trainieren (zum Beispiel in deinem Trainingsraum). Wenn der Kunde einmal in ein anderes Studio gehen wird (zum Beispiel im Urlaub) und dort die ekligen, glatten Hanteln benutzen muss, wird er sich das ganze Training lang wünschen, bei dir und deinen Geräten zu sein. Der Kunde wird im Kopf haben, dass er bei seinem Personal Trainer immer nur TOP Equipment zur ‚Verfügung hat und er wird ein Auge dafür bekommen. Pflege also immer die Geräte und halte sie stets sauber. Ein weiteres Problem könnte die Gewichtssteigerung bei Frauen sein. Hanteln steigern sich meist um 5 Kilo, welche bei manchen Übungen für Frauen ganz schön viel sein kann. In Fitnessstudios ist das oft noch viel schlimmer. Frauen werden dann oft genervt, weil der Wechsel von einem Gewicht zum nächsten ein zu großer Sprung ist.

Bei olympischen Hanteln ist es sinnvoll eine Reihe zu besorgen, die 0,25 0,5 und 0,75 Kilo Scheiben enthält. Diese kleinen Gewichtssteigerungen ermöglichen Frauen, stetig ihre Kraft zu steigern und sich an Gewichte heranzuarbeiten, von denen sie nie dachten, dass sie diese schaffen würden.

 

Bring deine weiblichen Kunden dazu Klimmzüge zu machen

Alle weiblichen Athleten und gesunden Kundinnen, sollten Klimmzüge machen. Aus folgenden Gründen:

  1. Sie sind effektiv und zeiteffizient, um die Kraft im Oberkörper aufzubauen, welche den meisten Frauen generell fehlt.
  2. Klimmzüge bilden einen starken, schlanken und athletischen Körper – das was die meisten Frauen wollen.
  3. Klimmzüge können beeindrucken. Fast jeder ist beeindruckt, wenn eine Frau im Fitnessstudio saubere Klimmzüge macht.
  4. Es macht dich zu einem großartigen Trainer, wenn du deiner Kundin eine Reihe sauberer Klimmzüge vormachst, um sie ihr beizubringen.

Es gibt doch nichts besseres, als weibliche Athleten, die am ersten Tag zur Klimmzugstange schauen und sich denken „ja man!“ und sich in der Lage fühlen saubere Klimmzüge an den Ringen zu meistern. Das Geheimnis um Frauen dazu zu bringen viele Klimmzüge zu schaffen, ist es sie viele Klimmzüge machen zu lassen (für Klimmzüge braucht es viele Wiederholungen, um sie gut zu können). Viele Anfänger versuchen es zu hart und machen sich bereits im ersten Satz kaputt, sodass sie nicht genug Wiederholungen schaffen. Du solltest deinen Kunden stattdessen beibringen sich selbst zu bremsen. Man sollte auf einem Niveau von mindestens 3-5 Wiederholungen anfangen, sodass immer noch 1-2 Wiederholungen möglich wären. Verwende Powerbänder oder maschinelle Unterstützungen, wenn nötig. Setze immer einen Satz Klimmzüge zwischen anderen Übungen, die nicht die gleichen Muskelgruppen beanspruchen (z.B. Kniebeugen oder drückende Übungen; keine ziehenden Übungen oder Kreuzheben).

Beende jeden Satz immer etwa 2 Wiederholungen vor der völligen Erschöpfung und führe so viele Sätze wie nötig durch um mindestens 15-25 Wiederholungen insgesamt pro Trainingseinheit zu schaffen. Bringe sie in jeder Trainingseinheit dazu noch ein paar mehr Wiederholungen zu machen, sodass sie bald merkt, dass sie auch in den ersten paar Sätzen mehr Wiederholungen schafft.

 

Sei 100% professionell zu 100% deiner Zeit 

Du und jeder Trainer in dieser Branche sollte sich bemühen professionell zu sein. Sei nicht versteift, kalt und distanziert, sei du selbst und lebe deine Leidenschaft, so das niemand den Eindruck gewinnt, dass du deinen Job aus den falschen Gründen ausübst.

Vermittel deine Leidenschaft und Liebe zu einem gesunden Leben in jedem Training. Ausstrahlung und Begeisterung können anstecken – infizier deine Kundin und zeige ihr, wie schön das Leben ist wenn man sich gesund ernährt und sich regelmäßig und gezielt bewegt. Training soll eine Belohnung sein für den Körper.

 

Hier 3 Beispiele:

  1. Behandle alle Frauen gleich.

Man ist schnell mal etwas aufgeregt vor einem Training, wenn es um eine attraktive Kundin geht. Aber du musst genau so engagiert und leidenschaftlich bei Kundinnen sein, die nicht so attraktiv und schüchtern sind. Dein Ziel sollte es sein, jede Kundin gleich zu behandeln, denn Menschen, die dich beim Training beobachten werden, werden dich dann als freundlich und professionell wahrnehmen. Sie werden bemerken, dass du nicht nur da bist, um Geld zu verdienen oder zu flirten, sondern dass du dich wirklich um die Menschen kümmerst. Auch wenn sie dich nicht buchen werden, sie werden dich respektieren.

  1. Achte auf deine Coaching Position.

Man befindet sich beim Korrigieren schnell mal in einer falschen „Zone“. Du bewegst dich, bist aktiv und versucht die Kundin aus allen Blickwinkeln korrigieren zu können. Wenn man aber nicht vorsichtig ist, dann passiert es schnell, dass man sich in einer Lage befindet, die nicht professionell ist und bei der sich deine Kundin nicht wohl fühlt. Beispielsweise:

  • Stehe niemals direkt hinter oder vor einer Kundin, wenn sie gerade eine Hüftöffnung durchführt,
  • Stehe niemals direkt hinter oder vor deiner Kundin, wenn sie eine Übung, wie zum Beispiel ein vorgebeugtes Rudern durchführt. Hierbei solltest du vor allem auch auf die passenden Coaching Cues achten („sieht gut aus!“ ist hier eher unpassend).
  1. Persönliche Nähe, professionelle Distanz

Deine Kundin lädt dich zu einem privaten Anlass ein. Es sind viele andere Gäste zu dem Event eingeladen? Hier musst du individuell entscheiden ob du die Einladung annimmst. Du möchtest „nie“ in die Schuld eines Kunden geraten, was nach der Annahme eines Events beim Verhandeln der nächsten abgesagten Einheit, die doch bitte nicht berechnet werden soll, weil du auch beim Geburtstag warst, sehr unangenehm wird.

Die Kundin lädt dich zu einem privaten Anlass ein, bei dem ihr alleine seid. Hier musst du professionelle Distanz wahren. Allgemein ist immer viel Fingerspitzengefühl gefragt.

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