Tipps zum richtigen Umgang mit weiblichen Kunden Teil 2 von 3

Verfolge und ändere emotionsbedingtes Essverhalten

Eine der größten Herausforderungen bei weiblichen Kunden (und auch bei vielen Männern – wenn sie ehrlich sind), ist emotionsbedingtes Essverhalten. Deine Kundin weiß bereits, was sie nicht essen sollte und braucht dich nicht, um ihr zu sagen, dass Croissants nicht hilfreich sind, wenn sie Fett verlieren möchte. Sie benötigt jemand der nicht wertet und ihr dabei hilft, ihre emotionalen Essgewohnheiten zu kontrollieren.

Zu Beginn solltest du deine Kundin ein Ernährungstagebuch führen lassen, welches bei jeder Sitzung zu Beginn für ein paar Minuten durchgesprochen wird. Kreise dabei Problemlebensmittel ein und frage was los ist. Arbeite mit deinen Kunden daran, herauszufinden wann und was der Grund für eine Fehlentscheidung bei der Essenswahl sein könnte. Dann mache ein kleines Brainstorming mit dem Kunden, um alternative Aktivitäten zu finden und damit das emotionale Essverhalten zu ersetzen. Es ist sehr sehr wichtig, auf eine Stufe mit der Kundin zu kommen und Sie da abzuholen, wo sie ist. Sei für Sie ein Coach, unterstütze Sie und fühle Dich in Ihre Lage hinein.

Hier einige Beispiele:

Problemsituation: Abends entspannt auf dem Sofa vor dem Fernseher und mit dem Verlangen nach Snacks.

Alternative: Faulheit zum Vorteil nutzen. Bevor du dich hinsetzt, solltest du die Zähne putzen. Dafür sollte man sich Zeit nehmen und es gründlich machen. Danach wirst du das wohl ungern später wiederholen wollen und verzichtest daher eher auf die Snacks.

Problemsituation: Wenn du dich nervös auf einer Party fühlst und an der Chips Schüssel abhängst.

Alternative: Nimm ein Glas oder eine Flasche Wasser in die Hand und halte sie direkt vor dich, so wie es viele mit Bier tun. Jedes Mal wenn du nervös bist oder eine peinliche Pause eintritt, trinkst du einen Schluck.

Problemsituation: Wenn du dich gestresst, niedergeschlagen fühlst und nach einem schnellen Essen.

Alternative: Suche nach Aktivitäten, die dich entspannen und wieder aufladen. Dies könnten sein: Spaziergänge, Fahrrad fahren, Musik hören, etwas Lustiges beobachten oder anhören oder einige Male langsam und tief ein- und ausatmen.

Problemsituation: Wenn du dich langweilst und im Schrank nach einem Snack suchst.

Alternative: Habe immer interessantes und hilfreiches Lesematerial bei dir. Wenn du sehr oft gelangweilt bist, dann suche dir am Besten ein Hobby. Hast du Lust auf etwas Gesundes, wie Gemüse, dann bist du wirklich physiologisch hungrig. Hast du Lust auf Kekse oder Chips bedeutet es, dass du eher psychologische Langeweile hast.

Hinweis: Du solltest nicht unterschätzen, wie tiefgreifend emotionsbedingtes Essverhalten sein kann. Es kann auf wirklich große psychologische Probleme zurückzuführen sein. Du solltest daher nicht Psychologe spielen. Wenn du nicht mehr weiter kommst, solltest du professionelle Hilfe holen. Diese Probleme zu lösen, könnte die Türe öffnen, um effektiv Fett zu verbrennen.

 

Verstehe die wichtigsten physiologischen Unterschiede

Jeder Trainer sollte Zeit mit Training verbringen, um etwas darüber zu lernen, was man nicht durch Bücher lernen kann. Dies hat einen großen Wert für jeden Trainer und hat einen großen Einfluss auf die Coaching Fähigkeiten. Wenn du also mit weiblichen Kunden arbeitest, solltest du bedenken, dass es einige Unterschiede geben wird zu deinem Training.

Hier einige Beispiele:

  1. Frauen haben mehr slow-twitch Fasern, als Männer und können somit im Normalfall mehr Wiederholungen bei einem bestimmten Prozentsatz der Maximalkraft schaffen, als ein Mann.
  2. Viele Frauen können einen höheren Umfang ertragen und regenerieren zwischen den Sätzen schneller, als Männer (vor allem Frauen, die fit im Aerobic sind aber kein hohes Kraftlevel haben). Es gibt Frauen, die einen fertig machen und immer noch sagen, dass es zu leicht ist.
  3. Die meisten Männer kommen besser mit Bewegungen klar, die sich nur auf den Ober- oder Unterkörper oder einzelne Teile des Körpers beziehen. Frauen scheinen mit einem Ganzkörpertraining besser klar zu kommen.

Hinweis: Ein Bereich in dem Frauen viel stärken sein können, als sie denken ist die Beinkraft. Unterschätze deine weiblichen Kunden nicht im Bezug auf ihre Leistung bei Beinübungen. Ignoriere beim Schreiben deines Trainingsprogrammes nicht das Prinzip der Individualität.

 

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