Tennis – 2. Teil der Theorie

 

Wie bereits angekündigt, widme ich mich im zweiten Teil der Theorie zum sportartspezifischen Training für das Tennis, den Belastungen des unteren Rückens und der Hüfte.

 

Der untere Rücken

Tennis erfordert aufgrund seiner Bewegungsabläufe Flexion, Extension und Rotation dieses Bereiches.

Was Tennis bei diesen Bewegungsrichtungen so anspruchsvoll und belastend macht, ist die kombinierte Ausführung dieser Bewegungsachsen, beispielsweise beim Aufschlag. Der Spieler muss sich aller drei Bewegungsrichtungen bedienen, um die Technik ausführen zu können. Ist dabei nur eine Bewegungsrichtung eingeschränkt, so kann dies auch die anderen beiden Bewegungsachsen beeinflussen. Ein logischer Schritt zur Verletzungsprävention wäre normalerweise das „Nichtausführen“ einer Teilbewegung, jedoch hat der Tennisspieler diese Möglichkeit nicht, da er sonst die Hauptbewegung, in diesem Fall den Aufschlag, nicht durchführen kann.

Um die negativen Effekte ein wenig zu reduzieren, ist eine maximale Mobilität und Stabilität in dem betreffenden Gebiet unabdingbar. Des Weiteren ist es unerlässlich, ein Hauptaugenmerk auf das Coretraining zu legen, um die durch die Mitte laufenden Kräfte, die beim Serve und Volley auftreten, muskulär abfedern zu können. Ein weiterer wichtiger Aspekt ist zudem, dass auf eine Ausgewogenheit der vorderen und rückseitigen Kette zu achten ist, da Untersuchungen gezeigt haben, dass bei Tennisspielern die vordere Kette meist stärker ausgeprägt ist. Zusammengefasst sollte darauf geachtet werden, dass sich die Flexoren, Extensoren und Rotatoren in einer ausgewogenen muskulären Balance befinden.

 

Die Hüfte

Früher dachte man, dass die Hüfte deshalb zu den Hauptleidtragenden gehört, da dort viele wichtige Muskeln der Bewegung und Explosivität ihren Ursprung haben.

Heute weiß man, dass vor allem häufige Richtungswechsel und das abrupte Abstoppen bzw. Antreten der Grund für viele Verletzungen in diesem Bereich sind. Vor allem Engesymptomatiken im Bereich des Acetabulums treten gerade auch bei vielen ambitionierten Spielern nicht selten auf. Wie bei den anderen Systemen auch, sollte im Bereich der Hüfte viel Wert auf ein hohes Maß an Mobilität und Stabilität (hier des Hüftgelenks) gelegt werden. Die Überprüfung der Hüftinnen- bzw. Außenrotation sollte bei einem Tennisspieler auf alle Fälle vor dem Beginn des Trainingsprozesses untersucht werden und etwaige Unterschiede zwischen der linken und rechten Seite beseitigt werden.

 

Damit die Praxis nicht zu kurz kommt, gibt es nächste Woche wieder einige hilfreiche Übungen.

Euer Ralph

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