Sensomotorik – Die Gelenkstabilität

Über die Flexibilität bzw. die Ansteuerung von Muskeln, Muskelsystemen oder Faszien, wird in letzter Zeit viel gesprochen.
Im Bereich der Sensomotorik verdient noch ein weiteres System unsere Aufmerksamkeit – nämlich Jenes, welches für die Gelenkstabilität verantwortlich ist.
Ist die Gelenkstabilität nicht ausreichend, so kann es im schlimmsten Fall dazu kommen, dass Gelenke selbst bei geringer Belastung bereits in ihrer Stabilität gestört sind. Mangelndes Training, orthopädische Probleme, Stress oder auch visuelle Einschränkungen können die Gelenkstabilität stören. Ein gut funktionierendes, sensomotorisches System erhöht dabei nachweislich die Gelenkstabilität.
Das wichtigste System, das für die Stabilisierung einer oder mehrerer Gelenke zuständig ist, ist dabei das neurale System.
Dieses System arbeitet entweder im „Closed loop“ oder im „Open loop“– Mechanismus.
Im Closed loop wird dabei ständig zwischen Bewegungsplan und Bewegungsoutput verglichen (internes und externes Feedback). Die stattfindende Bewegung wird dabei ständig an den Bewegungsplan angepasst.
Im Open loop erfolgen die Bewegungen schneller, als die Reflexmechanismen zurückmelden können, weshalb die zuständigen Gehirnabschnitte optimal vorbereitet sein sollten, um Verletzungen zu vermeiden.
Beispiel für eine „Open loop“ – Bewegung ist der Sprung von einer Mauer, bei der die Person, durch eine antizipatorische Vorspannung der Muskulatur eine weiche Landung gewährleisten muss.

Um die wichtigen Gelenkstabilisatoren immer ausreichend zu aktivieren, empfiehlt sich, folgendes Setting für die Übungsausführung:

– Optimale Ausgangsposition einnehmen (ist diese nicht korrekt, kann auch die Endposition nicht optimal sein)
– Beckenbodenmuskulatur aktivieren
– Aktivierung der queren Bauchmuskulatur

Viel Spaß beim Ausprobieren,

euer Ralph

Haben Sie Fragen?

Nachricht senden

+49 7732 823 10 80

Der Weg zu uns

Über uns

×