Lokomotion – Ein wichtiger Aspekt des funktionellen Trainings

Die Lokomotion als „Teilgebiet des funktionellen Trainings“ beschäftigt sich damit, dass der Kunde in die Lage versetzt wird, elementare Bewegungsmuster adäquat auszuführen. Oftmals liegt die Ursache für Verletzungen bzw. Beeinträchtigungen genau im dauerhaften, falschem Ausführen von diesen Bewegungsmustern. Dies führt im ungünstigsten Fall zu Problemen im muskoskelettalen System, welche schlussendlich beseitigt werden müssen, damit der Kunde wieder beschwerdefrei trainieren kann. Um die Ursache und nicht nur die Symptome der Probleme zu finden ist es wichtig, den Körper als kinetische Kette zu betrachten und somit schlussendlich wieder an den Bewegungsmustern zu arbeiten. Wie wichtig es ist, den Körper als System zu untersuchen und zu verstehen, möchte ich Euch anhand einiger möglichen „Ursachen und Wirkungsketten“ verdeutlichen.

Beeinträchtigungen in der Hüfte können beispielsweise zu Hüft- und Knieschmerzen führen und der Mangel an Mobilität in der BWS kann zu Schulter- und Nackenbeschwerden führen. Wie komplex der ganze Sachverhalt werden kann, soll uns eine Aussage von Cook verdeutlichen, der manifestiert, dass Schmerz und Dysfunktion ( egal wo Sie ihren Ursprung haben), die Motokontrolle beeinflussen. Dies lässt den Schluss zu, dass auch eine Dysfunktion im Core, zu sogenannten Energielecks führen kann, die einen Einfluss auf die Kraftübertragung zwischen Ober- und Unterkörper haben können.

Aus diesem Grund ist es wichtig, fehlerhafte Bewegungsmuster zu identifizieren, zu neutralisieren und schließlich durch richtige zu ersetzen.

Wie ein Rädchen in das Andere greift, soll Euch anhand dieser kleinen Übersicht verdeutlicht werden.

 

  • Einflüsse der BWS:

+ Hat der Kunde Probleme in der Schulter, so hat es sich als wirksam gezeigt, wenn man zuallererst die Mobilität in der BWS verbessert.

+ Leidet der Kunde unter Nackenbeschwerden, so hat es sich auch in diesem Fall als gewinnbringend erwiesen, die Mobilität der BWS zu verbessern.

 

  • Einflüsse der Hüfte

+ Probleme in der lateralen Hüftstabilisation bzw. übermäßige Mobilität der vorderen Hüfte können zu Probleme in Zonen oberhalb und unterhalb der Hüfte führen.

+ Probleme bei Verengungen in der LWS können als Ursache eine unzureichende Hüftmobilität haben.

+ Beschwerden im ISG stehen im Zusammenhang mit unilateralen Defiziten in der Hüfte.

+ Bandgeführtes Arbeiten am Gluteus führt dazu, dass die Hüfte, durch dessen Aktivierung mehr Platz bekommt.

+ Dysfunktionen in der Hüfte können zu Knieproblemen führen, die im schlimmsten Fall zu Arthritis führen können.

 

  • Einflüsse des Core

+ Fehlerhafte Aktivierung bzw. Ermüdung kann durch die unzureichende Kraftübertragung zu Kniebeschwerden führen.

+ Klagt der Kunde über Probleme in der Oberschenkelrückseite, so kann durch ein gezieltes Coretraining, ( Stabilisierung und dynamische Ansteuerung) auch die Aktvierung der Rückseite verbessert werden.

 

Bei den vorgestellten Schlüsselregionen ( BWS, Hüfte und Core) lohnt es sich also als Trainer genauer hinzusehen. Die beste Empfehlung ist also, dass diese Regionen sowohl mobilisiert als auch stabilisiert ( den dynamischen Aspekt hierbei nicht vergessen) werden. Ein wichtiger Aspekt zum Schluss:

Wenn es euch darum geht, Bewegungsmuster zu trainieren bzw. den Kunden beschwerdefrei zu bekommen, solltet ihr immer darauf achten, dass

  1. ihr nicht über den Ermüdungspunkt hinaus trainiert
  2. Qualität vor Quantität kommt ( nicht die Anzahl der Wiederholungen ist entscheidend)

 

Beherzigt ihr diese kleinen Anmerkungen, so könnt ihr sicher sein, dass ihr sowohl die Bewegungsqualität als auch die körperliche Verfassung eures Kunden nachhaltig verbessern werdet.

 

Euer Ralph

 

 

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