Dysfunktionen im Bewegungsapparat

Teil 1 – Die Schulterdysfunktionen

 

Die Schulter, wohl eines der faszinierendsten und gleichzeitig auch anfälligsten Gelenke des menschlichen Körpers. Wenn man es genau nimmt, dann setzt sich das Schultergelenk aus vier „Gelenken“ zusammen. Das führt dazu, dass die Schulter ein breites Spektrum an Bewegungsmöglichkeiten liefert. Um diese Bewegungen jedoch zu ermöglichen, müssen viele Muskeln zusammenarbeiten, um zielgerichtete Bewegungen zu ermöglichen. Die Vielfältigkeit der Schulterbewegungen ist jedoch auch gleich die größte Schwäche unserer Schulter, denn durch unsachgemäße Behandlung und einen nicht schultergerechten Lebenswandel ( langes Sitzen, Arbeiten am PC…) kommt es dazu, dass sich einige kleine Muskeln, die vornehmlich als Gegenspieler und Stabilisatoren dienen sollten, unerkannt in einen Dornröschenschlaf begeben. Der Körper nimmt darauf keine Rücksicht, denn er arbeitet bei einer Bewegung nach dem Motto „an oder aus“. Das heißt nichts anderes, als dass es dem Körper egal ist wie die Bewegung ausgeführt wird, solange Sie ausgeführt wird.

Das Problem das entsteht liegt auf der Hand. Der Verschleiß der passiven Strukturen ( Gelenke) nimmt zu, denn durch unsachgemäße Benutzung der Beweger, die primär nicht dafür ausgelegt sind, bzw. denen die Stabilisatoren fehlen, kommt es zu einer Veränderung der Gelenkmechanik, die den Abrieb von Gelenkflächen oder fehlender Gelenksdissoziation begünstigt.

Im folgenden möchte ich Euch nun einige Dysfunktion beschreiben, die im Laufe der Zeit durch Bildmaterial noch näher verdeutlicht wird. Natürlich werde ich Euch an dieser Stelle auch Lösungsmöglichkeiten anbieten, damit ihr euren Kunden helfen könnt

a)    Das Levator Scapula Zeichen

 

Dieses Zeichen tritt bei vielen Bewegungen auf, an denen die Schulter beteiligt ist. Der Hauptgrund dafür ist eine mangelnde Stabilisierung des Schulterblattes. Wir als Trainer können das ganz einfach dadurch sehen bzw. fühlen, indem wir Überaktivität der Muskulatur im lateralen Teil des Nackens feststellen. Der Levator Scapula sollte bei vielen funktionellen Übungen keine erhöhte Aktivität aufweisen. Kunden, die eine derart erhöhte Aktivität aufweisen, werden vermutlich über Nacken- und Kopfschmerze nach einem Widerstandstraining klagen. Das Hauptproblem liegt darin, dass diese Klienten ihren Nacken Verankerungsmöglichkeit des Schulterkomplexes benutzen und nicht den Thorax.

Ein einfacher Test, um diesen Sachverhalt abzuklären ( denn du solltest nicht darauf warten, bis die Dysfunktion wirklich zu Beschwerden führt)

 

–       Stelle deine Klienten vor einen Kabelzug, der rechte Arm ist ausgestreckt

–       Gib ihm das Kabel in die Hand und fordere ihn auf, den Arm gestreckt zurückzuführen

–       Palpiere während dieser Übung den lateralen Teil des Nackens.

 

Viele Erfolg beim Ausprobieren.

 

 

Euer Ralph Appel

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