Dysfunktionen im Bewegungsapparat – Teil 3

Wie schon versprochen, nähern wir uns nun langsam den Lösungsansätzen. Bevor ich jedoch tiefer ins Detail gehe, möchte ich noch 5 wichtige Komponenten erläutern, die bei jeder Korrektur immer eine Rolle spielen sollten.

 

a)     Die aufrechte Wirbelsäule bzw. neutrale Haltung

 

Eine neutrale Haltung des Kopfes, des Thorax und des Beckens zu erreichen ist der Schlüssel, Bewegungsökonomie in der Schulter und in der Hüfte (damit beschäftigen wir uns auch noch) zu erreichen und eine sogenannte Überladung gewisser Gebiete zu verringern. Ein Hauptfehler, der in diesem Zusammenhang im Training beobachtet werden kann ist, dass Klienten häufig fälschlicherweise das Brustbein anheben oder den thorakolumbalen Bereich strecken, wenn Sie aufgefordert werden, sich lang zu machen. Dies führt nicht nur zu einer Verschlechterung der Bewegungsökonomie, sondern überlastet diese Gebiete zusätzlich und kann zu Überbelastungsschäden führen. Auch wenn es für den Klienten am Anfang schwer zu verstehen ist, so soll das Einnehmen einer aufrechten Haltung mit relativ wenig Kraft von Seiten des Klienten erfolgen können. Der klassische verbale Hinweis des Trainers das „Kinn zu heben“, kann in diesem Fall mehr als hinderlich sein, denn das führt häufig dazu, dass schlechte Bewegungen noch weiter verstärkt werden. Eine weitaus bessere Hilfestellung durch den Trainer ist in diesem Fall, wenn er dem Klienten das Bild gibt, sich die Wirbelsäule wie eine Schnur vorzustellen, welche den Kopf zur Decke und das Kreuzbein zum Boden zieht. Beherrscht der Klient diese Technik bzw. ist er fähig auch zu merken, wenn ihm diese „Schnur“ während des Trainings verloren geht, so habt ihr einen großen Schritt in Richtung optimaler Wirbelsäulenausrichtung im Training getan. Zudem habt ihr auf diese Weise auch immer ein zuverlässiges Kontrollinstrument zur Hand, um sicherzustellen, dass das Level der Übung für den Klienten angemessen ist oder eine Regression im Sinne der Funktionalität die bessere Wahl wäre.

 

In den nächsten Teilen der Reihe werde ich über den sogenannten Thorakolumbalen Kanister und seine Aufgabe bei der Corestabilisation, gefolgt vom Becken, über die Fußtriangel und der Diaphragmaatmung (mit Coreaktivierung) schreiben. Am Ende dieser Reihe gibt es dann auch die ersten Correctives zum Ausprobieren und Anwenden.

 

Eine schöne Woche noch

 

Euer Ralph Appel

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