Das Kreuzbein-Darmbein-Gelenk

Hallo liebe Leser,

eigentlich geht es die nächsten Wochen um funktionelle Anatomie.

Da ich letztens aber über einen interessanten Artikel gestolpert bin, habe ich mir gedacht, dass ich Euch das Review dazu nicht vorenthalten möchte. Das Schöne ist, dass es im weitesten Sinn sogar zur funktionellen Anatomie gehört.

Kurz zusammengefasst ist das Kreuzbein-Darmbein-Gelenk an vielen wichtigen Bewegungen beteiligt, denn auf dieses Gelenk wirken beim Gewichtheben, Laufen oder bei sonstigen Sportarten hohe Kräfte, die weitergeleitet werden müssen. Aus diesem Grund müssen die Strukturen, welche das Gelenk formen, in einem einwandfreien Zustand sein.

Viele Studien, die sich in letzter Zeit mit einer nicht ausreichenden Funktion des Gelenks beschäftigen, kommen zu dem Schluss, dass nahezu 30% aller Rückenbeschwerden auf eine Dysfunktion dieses Kreuzbein-Darmbein-Gelenks zurückzuführen sind.

Wie bei allen Artikeln, möchte ich Euch nicht allzu sehr mit Details langweilen, sondern lieber eine Art Checkliste an die Hand geben, die einfach abgearbeitet werden kann.

Um also den optimalen Transfer von Kräften durch dieses Gelenk zu gewährleisten, sollten folgende Aspekte berücksichtigt werden:

  • Ideale Haltung (Lordose, pelvic tilt…)
  • Gute Hüftmobilität
  • Gute bilaterale und unilaterale Hüftmobilität
  • Gute Motorikkontrolle und Bewusstsein bei der Ausführung von Bewegungen (was passiert in meinem Körper, wo kommt der Impuls an?).
  • Eine stabile LWS
  • Starke und ausgeglichene Extensoren (Gluteus, Obliques…) und Flexoren (Diaphragma, Beckenboden).

Auch wenn du oder deine Klienten noch keine Beschwerden verspüren, solltest du bei den nächsten Trainingseinheiten ein Auge auf diese Themen werfen, denn gerade bei diesem Gelenk ist es ein schleichender Prozess. Dass es sich lohnt, sich verstärkt um das Gelenk zu kümmern, sollte dir die Tatsache vergegenwärtigen, dass du bei jedem Laufen Kräfte auf dieses Gelenk ausübst. Bei optimistischen 10.000 Schritten pro Tag, kann sich jeder selbst vorstellen, was es heißt 10.000 mal am Tag eine unsaubere Bewegung auszuführen.

Ich wünsche Euch viel Spaß beim Lesen und freue mich über Feedback.

Wenn gewünscht gibt es demnächst eine Praxisserie hierzu.

Euer Ralph

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