Bei aller Digitalisierung – Manchmal ist „Vor Ort“ einfach besser….

Auch auf die Gefahr hin, dass wieder ein Beitrag mit den Worten „durch Corona“ beginnt, passt diese Einleitung bei unserem heutigen Thema natürlich perfekt. Denn kaum ein Thema wurde so schnell umgesetzt und allgemein akzeptiert, wie die Möglichkeit sich digital zu treffen, Online-Konferenzen via Zoom, Skype, GotoMeeting und Co. zu halten oder Schulungen am PC durchzuführen. In Zeiten von Corona waren wir alle gezwungen alternative Möglichkeiten zu finden miteinander im Austausch zu bleiben, uns weiterzubilden und Themen umzusetzen, während das Reisen nicht möglich war. Anfangs wurden die digitalen Veranstaltungen noch mit Skepsis betrachtet, heute hört man wie selbstverständlich: „Lass uns doch nachher schnell zusammenzoomen.“ Selbst Oma ist mittlerweile in der Lage zu „facetimen“… Natürlich hat nicht nur die Pandemie dafür gesorgt, dass die Digitalisierung in dieser Form vorangeschritten ist, aber sie hat einen maßgeblichen Teil dazu beigetragen, dass Online-Veranstaltungen alltäglicher geworden sind. Ob Schulungen, Konzerte oder sogar digitale Hochzeiten – die Not macht bekanntlich erfinderisch und gerade Menschen, die bisher beruflich oft reisen mussten, um ein Meeting in einem stickigen Konferenzraum abzuhalten, begrüßten die Möglichkeit nicht mehr unterwegs zu sein mit Handkuss. 

Nach mittlerweile fast anderthalb Jahren „Online-Meeting-Erfahrung“ sind neben positiven Effekten aber auch andere Sichtweisen aufgetaucht. Den ganzen Tag oder zumindest über einen langen Zeitraum in einen Monitor zu schauen, strengt auf die Dauer an. Nachweislich ist es deutlich anstrengender einer Onlinekonferenz konzentriert zu folgen, ist es doch so, dass bereits Lehrbücher sagen, dass Dinge besser im Gedächtnis bleiben, wenn man sie auf verschiedene Arten wahrnimmt, also z.B. Lesen und Wiedergeben, Hören und Fühlen, Erleben und erarbeiten. Parallel wird man in den Meetings die meiste Zeit von etlichen Augenpaaren angeschaut und hat keine Verschnaufpause fürs Gehirn.

Warum thematisieren wir diese Punkte in einem Beitrag auf unserer Personal Trainer Academy-Seite? Natürlich erleben auch wir, dass sich die Personal Training Ausbildungen im Wandel befinden. Präsenzveranstaltungen haben einen großen Anteil und Online-Angebote sprießen, wenn man sich in den Suchmaschinen umschaut, wie Pilze aus dem Boden. Prinzipiell ist es absolut wichtig mit der Zeit zu gehen und zu prüfen, welche Version einer Aus- oder Weiterbildung im aktuellen Fall die optimale Variante für einen selbst darstellt. Doch bei aller Digitalisierung stellen sicherlich nicht nur wir uns die Frage, ob Online-Veranstaltungen wirklich für alle Ausbildungen eine Alternative darstellen? 

Online-Veranstaltungen haben sicherlich den Vorteil, dass sie flexibel in den Alltag einzuplanen sind. Man muss keine langen Anfahrten in Kauf nehmen und kann diese auch mal „zwischendurch“ machen. Weniger Reisen bedeuten natürlich geringere Kostenaufwände für Hotel, Sprit und Co, sowie geringere Kurskosten. Die Integration ist flexibler zwischen der Organisation von Arbeitsplänen, Personal Trainings, Gruppenkursen und Beratungsterminen möglich.  Theoretische Inhalte lassen sich so mit dem Online-Kurs sicherlich gut vermitteln. Geht es an die Praxis oder den Austausch mit anderen Seminarteilnehmern oder dem Dozenten, gestaltet sich das schon herausfordernder. Beim ein oder anderen tritt eine gedankliche Barriere auf, sich über Headset zu Wort zu melden, wenn man die anderen Teilnehmer nicht kennt. Manch ein Gespräch lässt sich face-to-face einfacher führen, als über einen Bildschirm. Praktische Übungen sind auf der Yoga-Matte oder den Geräten, die man selbst vor Ort hat, möglich aber die Kontrolle durch den Coach ist nur visuell und verbal machbar. Hier kommen wir an den Punkt aus dem zweiten Abschnitt, dass der Mensch besser lernt, wenn er mehrere Sinne benötigt um das Erlernte zu verinnerlichen. Online ist das nur schwerlich gegeben.

Bei einem Präsenzkurs sind die oben genannten Punkte einfacher umsetzbar. Gerade in der Personal Trainer Ausbildung sprechen wir nicht über ein rein theoretisches Seminar, wie beispielsweise eine betriebswirtschaftliche Weiterbildung, bei der der Fokus auf rein gesprochenen und gelesenen Inhalten basiert. 

Kann bei einer Online-Ausbildung die Ausbildungsqualität gleich hoch sein, wie mit einer Präsenzveranstaltung?

Wir sagen ganz klar: Nein! – Eine Personal Trainer-Ausbildung lebt von der Aufnahme taktiler Reize, wie Berührung, Druck und haptischer Wahrnehmung. Gerade bei Weiterbildungen zu bestimmten Geräten oder Trainingsbereichen zeigt die Erfahrung, dass die manuelle Korrektur durch den Dozenten eine bessere Durchführung der Übung und somit auch Weitergabe an den Kunden ermöglicht. Manch ein Teilnehmer ist gut in der Lage verbale Anweisungen umzusetzen, andere benötigen tatsächlich eine helfende Hand. Das kennt ihr von euren Kunden sicherlich auch. Parallel fördert ein Vor-Ort-Kurs den Austausch zwischen Lehrern, Teilnehmern und auch zwischen den Seminarteilnehmern untereinander. Dieser Input und Erfahrungsaustausch ist sehr wertvoll und kann zusätzlichen Wissenstransfer ermöglichen und lockert eine Ausbildung auch mal auf.

Fachlich wirklich gut ausgebildete Trainer zu finden, ist sehr schwer und es stellt sich natürlich schon die Frage, ob in einem rein online-basierten Kurs ein so umfangreiches Wissen aufgebaut werden kann, wie wenn der erfahrene Ausbilder vor Ort die Stärken und Schwächen seines Schützlings sofort korrigieren kann. Personal Training Ausbildungen der PTA basieren auf jahrelanger Erfahrung und werden von langjährigen Sportlern durchgeführt. Ein Online-Seminar dauert oftmals nur wenige Tage ohne direkte Erfolgskontrolle. Dies kann jedoch nur eine Vor-Ort-Schulung qualitativ hochwertig sicherstellen, wie unsere Erfahrung zeigt, weshalb wir für unsere Ausbildung an den Präsenzveranstaltungen festhalten werden.

Und sind wir doch mal ehrlich: In Gesprächen, egal ob mit Trainerkollegen, Kunden oder dem privaten Umfeld, nach langer Zeit der sozialen Abstinenz sind viele Mitmenschen und vielleicht auch du einfach froh, mal wieder einen Tapetenwechsel zu bekommen und raus aus Alltag zu kommen. Die Teilnahme an einem Präsenzseminar sorgt dafür, dass man sich deutlich weniger durch Telefon, Mitarbeiter, die eine Info benötigen oder, oder…ablenken lässt. Anstatt dessen lässt man sich ganz auf das Coaching ein, ist im hier und jetzt und kann die intensive Seminarzeit auch dafür nutzen, sich selbst etwas Gutes zu tun. 

Sicherlich haben beide Varianten – digitale Seminare oder Präsenzveranstaltungen – ihre Vor- und Nachteile. Geht es vielleicht nur um ein Fresh-Up oder ein Seminar mit viel theoretischem Anteil, kann ein digitales Meeting in Teilen funktionieren. Ist hingegen der Schwerpunkt auf Praxis gelegt, ist ein Vor-Ort-Termin der sinnvollere Ansatz – nur so werden gute Personal Trainer umfangreich ausgebildet. Gerade im sehr praxisorientierten Segment, haben wir die Erfahrung gemacht, wie wichtig es ist, direkt mit unseren Teilnehmern in Kontakt zu sein. 

Wir freuen uns auf jeden Fall dich bei deinem nächsten Workshop bei der PTA begrüßen zu dürfen – face-to-face und mit viel praktischem Input, der deine Zukunft als Personal Trainer auf solide Füße stellt! Meldet euch gern bei uns für dein individuell angepasstes Ausbildungsangebot.

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