4 Gründe keinen Kaugummi mehr zu kauen

Warum ist Kaugummi kauen nicht gut für uns?

Auch wenn Kaugummikauen eine kurzfristige Steigerung der kognitiven Leistungsfähigkeit bewirkt, überwiegen mittel- bis langfristig die Nachteile den genannten Nutzen.

  1. Erhöhung des Körperfettanteils
    Egal ob der Kaugummi zuckerfrei ist oder nicht, er hat Auswirkungen auf den Blutzuckerspiegel und die Hormone, wie Insulin und Cortisol, welche wiederum den Blutzucker regulieren. Warum passiert das? Der süße Geschmack ist entscheidend. Es entsteht eine neurochemische Reaktion. Wenn wir etwas Süßes schmecken, teilt unser Gehirn unserem Körper mit, dass sich Zucker auf dem Weg in den Magen und den Darm befindet und von dort in das Blut gelangen wird. Zucker nur zu schmecken, hat natürlich weniger Einfluss als ihn tatsächlich zu essen, aber es ist trotzdem nicht unbedeutend. Aus empirischer Sicht reicht es aus, etwas Süßes zu probieren, um den Fettverbrennungsprozess zu verlangsamen, besonders im Bezug auf das Körperfett an den Hüften, das mit dem Blutzuckermanagement im Zusammenhang steht. (Das gilt übrigens auch für „Zuckerfreie Getränke“)
  2. Aktivierung des Verdauungstrakts
    Der süße Geschmack und das Kauen stimulieren den Speichelfluss im Mund, den ersten Schritt unseres Verdauungssystems. Die Stimulierung der Verdauung wirkt sich auf unser autonomes Nervensystem aus. Es senkt das sympathische und aktiviert das parasympathische Nervensystem, was bedeutet, dass das System herunterfährt und unsere Leistungsbereitschaft sinkt, ungefähr wie der Standby Modus bei Computern. Jeder kennt das Energieloch nach einem kohlenhydratreichen Mittagessen. Entspannung ist wichtig, besonders am Abend. Doch auf unsere Leistung für das Training bezogen, ist es eher von Nachteil.
  3. Abnahme der Hüftmobilität und Leistungsabgabe der hinteren Kette
    Das konstante Kauen verursacht Spannungen in der Kiefermuskulatur. Neben Aufmerksamkeits- und Konzentrationsdefiziten können diese Spannungen auch zu einer Verminderung der körperlichen Leistungsfähigkeit führen. Dr. George Goodheart, ein amerikanischer Chiropraktiker, der vor mehr als 50 Jahren den Bereich “Angewandte Kinesiologie” definiert hat, entdeckte eine neurologische Verbindung zwischen der Muskeltätigkeit der Kiefer- und der Hüftmuskulatur. Das bedeutet, je mehr Spannung im Kieferbereich vorhanden ist, desto mehr Spannung im Hüftbereich, da das Nervensystem diese beiden Bereiche teilweise miteinander verbindet. Im Krafttraining und bei allen Sportarten, in denen Laufen und Sprinten eine große Rolle spielt, ist die Hüftmuskulatur – vor allem die hintere Kette – von entscheidender Bedeutung. Konstantes Kaugummikauen kann daher zu einem Verlust der Hüftmobilität und einer reduzierten Leistungsfähigkeit der hinteren Kette führen, was wiederum das Verletzungspotenzial erhöht und dich langsamer macht.
  4. Verringerung der Schlafqualität
    Die Spannung der Kiefermuskeln hängt außerdem mit der Schlafqualität zusammen. Übermäßiges Kaugummikauen kann sogar zur Entstehung von Bruxismus beitragen. Bruxismus bedeutet das Splittern der Zähne durch kraftvolles Knirschen, hauptsächlich während des Schlafes. Das Lockern der Kiefermuskulatur kann die Schlafqualität erhöhen. Die Vermeidung von Kaugummikauen ist ein einfacher Weg, den Kiefer locker zu halten und für einen guten Schlaf zu sorgen.

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